Das US-amerikanische Telekommunikationsunternehmen Verizon Communications Inc.
hat am Mittwoch einen weiteren Etappensieg gegen ein Internet-Unternehmen errungen.
Demnach hat das ICANN-Mitglied OnlineNIC Inc. in der Vergangenheit massiv die
Markenrechte von Verizon dahingehend verletzt hat, indem sie mehr als 660 Domains
registrierten, die Markennamen von Verizon ähnelten. Für jede registrierte Tippfehler-
Domain muss die Firma nun einen pauschale Strafe in Höhe von 50.000 US$ bezahlen.
Macht insgesamt 33,2 Mio. US-Dollar, umgerechnet 23,7 Mio. Euro. Ein abschreckender
Preis, wie ich finde.
Das Merkwürdige an dem gerade abgeschlossenen Gerichtsverfahren ist wohl der
Umstand, dass von OnlineNic niemand anwesend war, um sich zu verteidigen,
weder beim Verfahren selbst, noch bei der Urteilsverkündung. Adam Strong von
DomainNameNews vermutet, dass die Firma in Wirklichkeit in China sitzt, aber
nichts genaues weiss man nicht. Noch nicht. Spätestens bei der Eintreibung der
Schulden werden wir mehr erfahren.
Verizon ist übrigens eines von 18 Gründungsmitglieder der CADNA, der im
vergangenen Jahr gegründeten US-amerikanischen Organisation gegen den
Missbrauch von Domain-Namen. Dort organisieren sich Größen wie Bacardi,
Dell, Hilton und Nike, um gemeinsam gegen den Missbrauch ihrer Marken
juristisch vorzugehen.


