Die Meldung kommt so leichtfüßig daher: “Milch soll Vorrang vor Breitband-Internet haben” texteten die Redakteure der Tagesschau und machten damit den Vorschlag unserer Bundesagrarministerin Aigner zum Politikum.
Ginge es nämlich nach ihr, dann sollten die darbenden Milchbauern die 90 Millionen vom 5-Milliardenkuchen des EU-Konjunkturprogramms erhalten, um endlich ihre SauKuhställe zu renovieren. Dabei hatten sich die Wächter des Füllhorns das eigentlich anders gedacht, sie wollten nämlich endlich die ländlichen Regionen mit Breitbandverbindungen versorgen. Doch da hatten sie die Rechnung ohne die energische Frau Aigner gemacht.
Es ist mir unverständlich, wie man heutzutage noch Milchbauern subventionieren kann. Die freie Marktwirtschaft Der Kapitalismus sollte doch allmählich dazugelernt haben. Angebot und Nachfrage regulieren den Markt, das lernt jeder angehende BWLer und doch scheint es bei den Milchbauern irgendwie nicht zu klappen. Ich finde es befremdlich, dass ein Liter Milch heute wenig mehr als vor 40 Jahren kostet. Offensichtlich sind die Turbokühe in der Lage, beliebig viel Milch zu produzieren, auf dass die Bauern mögliche Preissenkungen durch ein mehr an Milchproduktion wieder locker ausgleichen können. Anders kann ich mir es nicht erklären. Wo liegt nur mein Denkfehler?